Entlassfeier der Mittelschule 27.07.2012
21 junge Damen und Herren hatten am Freitagvormittag einen besonderen Termin: Die Entlassfeier der Mittelschule Maxhütte.
Die beste Nachricht dabei betonte Schulleiter Gerhard Süß gern: „Alle Schüler der 9. Klasse haben heuer den Qualifizierenden Hauptschulabschluss geschafft, dies ist für eine Schule keine Selbstverständlichkeit und freut uns alle sehr.“
| © Norbert Wanner |
Das erste Wort hatte allerdings Anton Krug, der die Schüler und Gäste in der Turnhalle der Mittelschule begrüßte. „Ihr habt ein erstes großes Ziel in eurem jungen Leben erreicht. Darauf dürft ihr stolz sein“, wandte sich Krug an die Hauptpersonen der Feier, die Entlassschüler. „Bleibt so, wie wir euch an unserer Schule kennen gelernte haben: „Freundlich, höflich, stets hilfsbereit, aufgeschlossen, engagiert, zielstrebig und lernwillig.“
Vor dem Wort stand die Musik. Der Schulchor, der die Feier musikalisch umrahmte, deutete mit dem Titel „Price Tag“ Richtung der bevorstehenden Auszeichnungen.
Wie alle Jahre beglückwünschte Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank die Neuntklässler zum Erreichten. Ihre Rede knüpfte sie an die Symbole die sie mitgebracht hatte: Samenkörner vom Getreide. „Ihr seid der Getreidesamen, darin ist alles enthalten, was ihr zum Leben braucht: Talente, Begabungen, eine zarte Seite oder viel Energie…“, all das stecke im Samenkorn, sagte Dr. Plank. Dem Symbol der Körner wies sie eine zweite Bedeutung zu: „Ihr seid das Saatgut unserer Gesellschaft.“ Junge Menschen könnten diese gestalten, könnten die Welt mal mehr mal weniger verändern. Die Genration der Eltern habe schon Berufe ergriffen, Kinder erzogen, dem Leben eine Richtung geben. Dann ließ die Bürgermeisterin aus ihrem Gefäß Getreidekörner auf den Hallenboden fallen um damit die Aussage zu unterstreichen: „Samen braucht Nährboden.“ Sie wünschte den Jugendlichen eine Umgebung, „die euch wachsen und gedeihen lässt“ und riet: „achtet darauf, dass ihr einen Gärtner habt“. Es brauche Dinge für eine nährstoffreiche Umgebung.
Im Namen des Elternbeirates wandte sich Vorsitzender Michal Sander an die Entlassschüler und mahnte: „Der Weg des Lernens ist damit noch nicht zu Ende“. Eine Tür werde mit dem Abschluss geschlossen, die nächste aufgestoßen. Sander schloss mit Goethe: „Man feiert nur, was glücklich vollendet ist.“ „Am heutigen Tag habt ihr Grund zu feiern.“
Der Höhepunkt des Tages stand an, als Rektor Gerhard Süß ans Rednerpult trat um die Abschlussrede zu halten sowie die Zeugnisse auszuhändigen. Süß wählte das Bild einer Bergbesteigung, begann in der Grundschule. Dort seien die Kinder an die Hand genommen und von der Lehrerin an den „sanften Anstieg der Vorberge herangeführt“ worden. Zuletzt ging es Richtung Gipfel. „Der letzte Anstieg zum Gipfel war dann auch besonders steinig. Eure Lehrer und Fachlehrer haben euch dabei nach Kräften unterstützt und verhindert, dass ihr aus luftiger Höhe abstürzt.“ Der Rektor erinnerte daran, dass so ein Anstieg auch eine Teamleistung sei. „Jeder hat andere Stärken und da muss er sich einbringen.“ Mit dem heutigen Tag sei es geschafft. „Heute, da du neben dem Gipfelkreuz stehst, kannst du zu Recht die grandiose Aussicht über das Bergpanorama genießen.“ So gut wie es mit Quali aussah, so erfreuliches konnte Süß über die Lehrstellen berichten. „Es ging die letzten Jahre nicht immer so glatt wie heuer.“ Die Spannweite reiche dabei von Koch, Konditor, Brauer und Friseurin über Einzelhandelskauffrau und Arzthelferin bis zum Anlagenmechaniker und Elektroniker. Nach der Zeugnisübergabe ging die Feier mit einem Stehempfang des Elternbeirates zu Ende.
Dank der Schüler: Sämtliche Abschlussschüler traten ans Rednerpult um sich zu bedanken und Blumen zu überreichen.
Statistik: Von den 21 Entlassschülern gehen 17 direkt in eine berufliche Ausbildung und zwei in dem M-Zug.
Schulbeste: Lisa Strobel und Thomas Humbs mit eine Schnitt von 2,11. Jennifer Kiener und Frank Schmidtchen mit einem Schnitt von 2,22.
