Das Wappen der Stadt Maxhütte-Haidhof
Wappenbeschreibung
Schild gespalten; vorne in Silber eine bewurzelte grüne Tanne; hinten in Blau gekreuzt ein silberner Bergmannshammer und ein silberner Bergmannsschlägel.
Wappengeschichte
Die Tanne symbolisiert den von Maxhütte bis 1938 geführten Gemeindenamen Ibenthann und den Sauforst bei Burglengenfeld, in dessen braunkohlereichen Waldflächen sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts das Eisen- und Stahlwerk Maxhütte entwickelt hatte. Die Bergmannsgeräte, das sogenannte Gezäh, und die Feldtingierung in den Landesfarben Silber und Blau unterstreichen die Bedeutung der Gemeinde für den bayerischen Kohlebergbau und die Großindustrie. Die Gemeinde Maxhütte wurde am 4. Juli 1953 zur Stadt erhoben und nahm gleichzeitig das Wappen an. Seit der Eingemeindung von Meßnerskreith im Jahr 1956 nannte sich die Stadt Maxhütte-Haidhof und übernahm das Stadtwappen von 1953 unverändert.
Wappendaten
Wappenführung seit dem Jahre 1956.
Rechtsgrundlage: Übernahme des Wappens der Stadt Maxhütte von 1953 durch Beschluss des Stadtrats von Maxhütte-Haidhof und Zustimmung des Staatsministeriums des Innern.
Beleg: Ministerialentschließungen vom 22.06.1953 und vom 25.07.1956
Bürgermeister Amtskette
Die Amtskette, auf anlassgerechter Kleidung getragen, legitimiert den Träger als das was er als Amtsinhaber ist und repräsentiert: den ersten Bürger und Repräsentanten seiner Stadt.
Amtsketten sind damit Insignien städtischer Selbstverwaltung und Selbständigkeit. Sie sind für den Träger und Amtsinhaber das, was die Krone und der Bischofstab für weltliche Herrscher und hohe kirchliche Würdenträger sind.
Die Amtskette unserer Stadt ist ein Geschenk der Patenstadt Schwandorf an die junge Stadt Maxhütte-Haidhof. Der damalige Oberbürgermeister Franz Sichler hängte sie dem 1. Bürgermeister Karl Schäffer im Rahmen der Stadterhebungsfeier am 4.7. 1953 erstmals um. Unsere Amtskette entwarf der Künstler und Bühnenbildner am Stadttheater Regensburg Jo Lindinger. Sie besteht aus reinen Silber und wurde in den „Kunstgewerblichen Werkstätten Franz Weichmann, Regensburg“ gegossen. Der Preis betrug damals 455 DM. Sie besteht aus einer größeren Medaille und insgesamt elf Plaketten auf denen verschiedene Zeichen und Embleme mit Bezug zur Stadt zu sehen sind:
a) Die große Medaille zeigt vorne das Stadtwappen (Wappen wurde ebenfalls 1953 aufgelegt; Beschreibung dürfte allgemein geläufig sein). Auf ihrer Kehrseite befindet sich das Wappen der Partnerstadt Schwandorf.
Erklärung der Bürgermeisterkette:
b) Die beiden Plaketten rechts und links darüber zeigen eine Eibe und eine Birke als Wahrzeichen für Ibenthann und Birkenzell.
c) In der Fortsetzung darüber folgen die Zeichen für Handel und auf der anderen Seite für das Handwerk .
d) Wiederum darüber folgen die Zeichen für Elektrizität, das auf das hier bestandene Kraftwerk der Energieversorgung verweist und gegenüber das weltbekannte Bergmann- und Hüttenzeichen.
e) Oberhalb den „Zeichen der Elektrizitä“t ist der Gießer mit seiner Pfanne abgebildet. Auf der rechten Seite ist ein Späher angebracht, der den Ortsnamen „Sauforst in Schauenforst“ deutet.
f) Oberhalb dem Gießer zeigt die Plakette die Bergmannslampe, oberhalb des Spähers den Pflug als Sinnbild für die hier ansässige Landwirtschaft
g) Das 11. Glied oben Mitte trägt ein Wildschwein als Wappenbild für Sauforst.
Erklärung: Stadtarchivar Manfred Henn
