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50 Jahre Pfarrkirche St. Barbara 10.10.2011 


Fast auf den Tag genau 50 Jahre ist es her, dass die Pfarrkirche „St. Barbara“ vom damaligen Weihbischof Josef Hiltl geweiht und seiner Bestimmung übergeben wurde.

Feierlicher Gottesdienst
© Werner Amann 
Die alte Pfarr- und jetzigen Friedhofskirche war zu eng geworden, denn nach dem 2. Weltkrieg setzte auch in der Pfarrei ein großer Flüchtlingsstrom ein und ließ die Einwohnerzahl in die Höhe schnellen. Ein Umbau der Kirche kam nicht in Betracht, denn sie steht auf ehemaligem Bergbaugebiet. So sah sich der damalige Pfarrer Franz Rohrmayer mit seiner Kirchenverwaltung vor die Notwendigkeit gestellt, ein neues Gotteshaus zu bauen. Und es war die richtige Entscheidung, wenngleich das neue Gotteshaus mit seinen knapp 700 Sitzplätzen sehr groß dimensioniert ist und an vielen Tagen im Jahr wesentlich mehr Gottesdienstbesucher aufnehmen könnte.

Der Festgottesdienst anlässlich dieses Kirchenjubiläums wurde von Pfarrer Peter Häusler zelebriert und begann mit einem feierlichen Einzug mit den Fahnenabordnungen aller kirchlichen Vereine. Bei der Predigt griff Pfarrer Häusler die naive Frage eines Kleinkindes an seine Mutter auf: „Mama, was ist denn das für ein Haus?“ Er folgerte daraus, dass das Kind noch nie in dem neuen Gotteshaus war. Doch wie sollte man dem Knirps das Gotteshaus erklären? Ein Haus, das anders ist als alle anderen und bei Weitem alle anderen überragt, vor allem mit dem gewaltigen Turm. Die Kirche, so Häusler, sei ein Haus Gottes. Vielleicht sei Gott so groß, dass er die Größe dieses Raumes brauche. Vor allem sei die Größe des Gotteshauses auch dafür gedacht, dass sich die Gläubigen darin treffen um gemeinsam den Glauben an den „Herrn aller Herrlichkeit“ und Schöpfer der Welt zu bekunden. Im Gegensatz zu anderen Häusern mit Menschen darinnen sei Gott im Kirchenraum weder bei lebendigem Leibe zu sehen oder zu hören. Deshalb bedürfe es Kinderaugen und erwachsener Herzen, um zu verstehen. Es gebe ein eindeutiges „Ja“ zu diesem großen Gotteshaus, um den Herrn und Schöpfer würdevoll begegnen zu können. Doch Kirche sei auch überall da, wo Christen sind. Gott sei bereit, aus dem Gotteshaus mitzugehen in die Häuser und Wohnungen seiner Gläubigen und von dort auch wieder zurück. Das Haus Gottes sei dazu bestimmt, die Herzen der Gläubigen zu öffnen und deshalb sei es ein gutes und wichtiges Haus im Herzen der Stadt. Eigentlich, so Pfarrer Häusler, sei die Feier des Goldenen Weihejubiläums ganz anders geplant gewesen. Bischof Gerhard Ludwig Müller hatte sein Kommen schon vor etwa einem Jahr zugesagt, noch bevor der Papstbesuch in Deutschland angekündigt wurde. Es sei nur zu verständlich, dass der Bischof genau zu diesem Jubiläumstermin jetzt zusammen mit den übrigen deutschen Bischöfen die Messe mit dem Papst in Freiburg feiert.

Mit dem Einzug der kirchlichen Vereine begann der Festgottesdienst .
© Werner Amann 
Stattdessen kommt der Bischof jetzt am Sonntag, 6. November, nach Maxhütte-Haidhof, um mit der Pfarrgemeinde Eucharistie zu feiern und die Festpredigt zu halten. Das Jubiläum der Pfarrkirche sei es allemal wert, dass es gleich zweimal gefeiert werde. Umrahmt wurde die Messe vom Chor „Cantemus“ aus Pirkensee unter Leitung von Andreas Fischer und an der Orgel von Christoph Spörl.

Nach der feierlichen Messe pflanzten Pfarrer Häusler und 1. Bürgermeisterin Dr. Susannen Plank in Anwesenheit der Gläubigen zusammen mit der Kirchenverwaltung und dem Pfarrgemeinderat am Eingang zur Pfarrkirche noch einen jungen Kirschbaum. Die Stadt hatte es sich aus Anlass des Jubiläums nicht nehmen lassen, die Anlage vor der Pfarrkirche neu zu gestalten. Dr. Susanne Plank sprach bei der Pfannaktion von drei Säulen, die diese Anlage symbolisieren sollen. Zum einen seien es die großen Granitsteine, die die Anlage einsäumen wie Felsen, auf denen Petrus die Kirche erbaute. Der Kirschbaum sei ein Symbol für die hl. Barbara und solle sich fest mit der Erde verwurzeln und zu Wachstum erblühen. Als weiteres werde noch eine Ruhebank in der Anlage aufgestellt, um allen Gläubigen im Anblick des Gotteshauses die Möglichkeit zum Rasten und Besinnen zu bieten. Nach der der Pflanzaktion lud die Pfarrrei noch zu einem Sektempfang und Weißwurstfrühstück ins Pfarrehim ein.


Symbolisch einen Baum gepflanzt
© Werner Amann 
Symbolträchtig pflanzten Pfarrer Peter Häusler und 1. Bürgermeisterin Dr. Susanne Plank mit Mitgliedern der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates in der neuen Anlage vor der Pfarrkirche einen Kirschbaum.


© Werner Amann