Freiwillige Feuerwehr Ponholz feierte 150-jähriges Jubiläum
Unter dem Motto „Party hard, statt Einsatzfahrt“ feierte die Freiwillige Feuerwehr Ponholz am ersten Juliwochenende drei Tage lang ihr 150-jähriges Bestehen.
Los ging es am Freitag, den 4. Juli 2025 mit dem Einholen der Festmutter, der 22 Festdamen und des Patenvereins FF Pirkensee. Angeführt von den Bacherlmusikanten marschierte man dann zum Kriegerdenkmal, wo ein kurzes Totengedenken an die gefallenen und bereits verstorbenen Kameraden stattfand.
Nach dem traditionellen Bieranstich um 18 Uhr im Festzelt wurden einige Grußworte an die Besucher gerichtet. Die Vorsitzende Verena Fuhrmann begrüßte die vielen Ehrengäste und lobte die vorbildliche Kameradschaft und die Einsatzbereitschaft der Wehr. Sie dankte allen Feuerwehrfrauen und -männern, die sich in den vergangenen 150 Jahren immer wieder selbstlos in den Dienst anderer gestellt haben – und der Ehrenschirmherrin Dr. Susanne Plank für die treffenden Worte am Kriegerdenkmal.
Erster Bürgermeister und Schirmherr Rudolf Seidl sprach in seinem Grußwort von einem historischen Anlass, „denn was vor eineinhalb Jahrhunderten als kleine Initiative hier in Ponholz begann, ist heute eine tragende Säule unseres Gemeinwesens.“ Das Stadtoberhaupt warf in seiner Rede einen Blick zurück in die Geschichte der Feuerwehr Ponholz, die mit der offiziellen Gründung am 24. Juli 1875 begann. Die Wehr investierte, baute und entwickelte sich immer weiter. Meilensteine der vergangenen Jahre waren unter anderem die Anschaffung eines HLF 10 (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 10) im Jahr 2019 und „der Neubau und die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses, das 2022 fertiggestellt und eingeweiht wurde.“ Die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden hätten hier viele hundert Stunden an Eigenleistung erbracht. Dafür zollte Seidl ihnen aller höchsten Respekt. Den Einsatz der „Feuerwehrler“ könne man nicht hoch genug würdigen. Schließlich sind die aktiven Vereinsmitglieder jederzeit bereit „in ihrer Freizeit auszurücken – zu helfen, zu retten, zu schützen.“
In Vertretung von Landrat Thomas Ebeling überbrachte Richard Tischler die Glückwünsche des Landkreises. Er dankte den Organisatoren dieses Festes und wies darauf hin, dass das Jubiläum nicht nur Anlass sei einmal zurückzublicken, sondern auch nach vorne zu schauen. Der Fortbestand der Feuerwehr sei von großer Bedeutung, doch der sei in Ponholz gesichert.
Ein weiteres Grußwort trug Kreisbrandmeister Christoph Spörl vor. Er sprach von einer tollen Kameradschaft und gutem Zusammenhalt bei der Ponholzer Wehr. Sie stelle bei Einsätzen eine tatkräftige Truppe, helfe bei großen Festen zusammen und sei auch eine der ersten Feuerwehren gewesen, die eine Kinderfeuerwehr gegründet haben.
Manfred Haslbeck, der Vorsitzende der FF Ponholz sprach von einer großen Freude, den Patenverein bei seinem besonderen Jubiläum unterstützen zu dürfen. Er betonte die enge Verbundenheit beider Feuerwehren, die sich bei Einsätzen, aber auch bei der gemeinsamen Pflege von Traditionen zeige.
Am Ende der Ansprachen ergriff die Vorsitzende Verena Fuhrmann nochmals das Wort und wartete mit überraschenden Ehrungen auf. Rainer Stubenvoll und Hans Götzer wurden von ihr zu Ehrenvorständen ausgezeichnet. Richard Plank bekam von Bürgermeister Rudolf Seidl die Urkunde zum Ehrenkommandanten überreicht.
Nach den Grußworten und den Ehrungen begann die Band „Alarmstufe Rock“ zu spielen und sorgte für ausgelassene Stimmung bei den Festzeltbesuchern.
Am Samstagabend wurden um 18 Uhr wieder Festmutter, Festdamen und Patenverein eingeholt, ehe ab 19 Uhr die Band „Grögötz Weißbir“ den Gästen ordentlich einheizte.
Mit einem Kirchenzug, dem Festgottesdienst und Frühschoppen begann der dritte und letzte Tag der Jubiläumsfeier. Der Festgottesdienst wurde von Pfarrer Hans Peter Greimel am Dorfkreuz gehalten. Am Nachmittag fand als Höhepunkt noch ein Festzug durch Ponholz statt, an dem sich 56 Vereine und Gruppen beteiligten. Mit den „Stoasberger Lumpen“ wurde noch einmal richtig gefeiert, ehe das Fest zu seinem Ende kam.
Quelle: Rebecca Federer, Stadt Maxhütte-Haidhof
