Tagesbruch der ehemaligen Braunkohlengrube »Maximilian« in der August-Henkel-Straße in Maxhütte-Haidhof
Am 8. Dezember 2025 wurde bei Straßenkontrollen ein etwa fußballgroßes Loch im Asphalt der August-Henkel-Straße in Maxhütte-Haidhof vorgefunden.
Unverzüglich wurde der auffällige Straßenbereich mittels Baggerschurf geöffnet und ein sogenannter Tagesbruch (bergmännisch für Einbruch der Geländeoberfläche) konnte vorgefunden werden. Der Gefahrenbereich wurde sofort mit verschraubbaren Bauzaunelementen abgesperrt und mit Warnschildern auf die altbergbaubedingte Gefahr hingewiesen.
Ein Blick zurück: Die Braunkohle in Maxhütte-Haidhof
Die Braunkohlengrube „Maximilian“, deren vormaligen Umgriff die gegenständliche Schadstelle zuzuordnen ist, war im 19. Jahrhundert über Jahrzehnte Teil der regionalen Energie- und Industriegeschichte. Anfang der 1840er Jahre begann der Bergbau auf der Maximilianzeche und am 15.06.1896 erfolgte die vollständige Einstellung des Betriebes.
Weiteres Vorgehen: Bohrerkundung des Tagesbruches
Ab Ende Januar 2026 bzw. Anfang Februar 2026 [Anm. der Stadt Maxhütte-Haidhof: Ein genaues Datum wird noch bekannt gegeben!] soll eine Erkundung des Gefahrenbereichs des Tagesbruches mittels Kernbohrung durchgeführt werden. Aufgrund der Erkenntnisse dieser Kernbohrung soll darauf geschlossen werden können, ob es sich bei dem Tagesbruch tatsächlich um einen alten Schacht der ehemaligen Braunkohlengrube „Maximilian“ handelt, wie tief sich die bergbauliche Beeinträchtigung in den Untergrund erstreckt, welche Lagerungsverhältnisse vorliegen sowie ob ein Sanierungsbedarf zur Wiederherstellung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung veranlasst ist. Hierfür ist eine halbseitige Sperrung der August-Henkel-Straße auf Höhe der Schadstelle für voraussichtlich zwei bis drei Monate erforderlich.
Was haben die Bürgerinnen und Bürger davon?
Für die Anwohner sollen die Beeinträchtigungen so gering wie möglich gehalten werden. Ziel der Arbeiten ist schlussendlich die sichere Befahrbarkeit der Straße wiederherzustellen.
Quelle: Robin Hoffmann, Bergamt Nordbayern
