10 Jahre Reparatur Café in Maxhütte-Haidhof
Mit etwas Verspätung feierten die Ehrenamtlichen des Reparatur Cafés Maxhütte-Haidhof bei ihrem alljährlichen Helferfest den ersten runden Geburtstag der beliebten Einrichtung. Im Herbst 2015 hatte sich Petra Meier von der Volkshochschule (vhs) im Städtedreieck e.V. auf die Suche nach einem Kooperationspartner für ein neues Projekt gemacht. Bei einer Verbandstagung erzählte ihr eine Kollegin aus Oberbayern, dass sie sich an der Nachhaltigkeitsinitiative „Repair Café“ aus den Niederlanden beteiligen wollen. Begeistert von der Idee machte sich Meier zu Hause gleich ans Recherchieren und konnte Alexander Spitzer vom Mehrgenerationenhaus Maxhütte für die Sache gewinnen. Für die Umsetzung brauchte es allerdings einen guten Plan, denn zu der Zeit sagte der Begriff „Reparatur Café“ noch niemandem etwas.
Nachdem ganz am Anfang noch keine Ehrenamtlichen da waren, beschlossen Meier und Spitzer, vorsorglich bei den Bauhöfen zu fragen, denn ohne einen passenden Auftakt hätte man das Projekt gleich wieder einstampfen können.
Im vhs-Programm für Herbst/Winter 2015/2026 und in der Presse wurde das Reparatur Café ausführlich erklärt und erfreulicherweise kamen die ersten Reaktionen doch gleich von interessierten Reparateuren. Die „Männer der ersten Stunde“ waren Lothar Kolb und Rudolf Münz – und damit stand dem Start mit Ehrenamtlichen nichts mehr im Weg! Jetzt ging es darum, ob die Idee bei den Leuten im Städtedreieck ankommen würde. Die Verantwortlichen staunten aber nicht schlecht, als sich beim ersten offenen Termin gleich zu Beginn eine lange Schlange vor dem Mehrgenerationenhaus bildete. Das Warten wurde aber auch damals schon versüßt, denn bei Kaffee und Kuchen, der ebenfalls von Ehrenamtlichen und dem damaligen vhs-Vorsitzenden Otmar Poguntke gespendet worden war, kam man schnell mit anderen ins Gespräch und es gab die ein oder andere interessante Geschichte zu hören, wieso das gute Stück nicht auf dem Müll landen solle.
Der Erfolg – und die damalige geringe Bekanntheit der Idee – führten aber auch dazu, dass sich Handwerksbetriebe und sogar die Elektro-Innung bei der vhs erkundigten, was denn da genau gemacht werde. Meier konnte die verschiedenen Bedenken entkräften, denn tatsächlich soll keiner Firma Geschäft weggenommen werden und kritische Elektro-Reparaturen werden auch nur von Fachleuten durchgeführt.
Über die zehn Jahre hat sich auch die Organisation weiterentwickelt, pandemiebedingt musste man vorherige Anmeldungen einführen, die dann im Sinne der Ehrenamtlichen und der Besucher beibehalten wurden. Inzwischen hat sich ein Turnus von rund vier Terminen im Jahr eingespielt und die vhs muss nicht mehr erklären, wie es funktioniert und dass der Nachhaltigkeitsgedanke dahintersteckt. Mittlerweile kann die Volkshochschule auf zehn ehrenamtliche Reparateure zurückgreifen: Sie kommen in erster Linie zum Reparieren, aber gerne auch zum Fachsimpeln untereinander – und Lothar Kolb hat in den zehn Jahren nur einmal geschwänzt!
Das nächste Reparatur Café im Mehrgenerationenhaus Maxhütte findet am kommenden Montag, 6.07.2026 ab 16 Uhr statt. Eine Anmeldung bei der vhs im Städtedreieck e.V. unter Tel. (09471) 3022-333 ist erwünscht.
Quelle: Petra Meier, VHS
