60 Jahre Tischgesellschaft Immergrün Ponholz - eine einfache Idee wird zur Erfolgsgeschichte

60 Jahre Tischgesellschaft Immergrün Ponholz – das sind sechs Jahrzehnte Geselligkeit, Kameradschaft, Zusammenhalt und gelebte Dorfgemeinschaft. Mit einem Jubiläumsfest feierte die Tischgesellschaft ihr 60-jähriges Bestehen und blickte dabei auf eine bewegte Vereinsgeschichte zurück. Im Mittelpunkt standen neben dem gemeinsamen Feiern auch das Gedenken und die Ehrung langjähriger Mitglieder.

Den Auftakt der Feierlichkeiten bildete die Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal. Die beiden Vorsitzenden Dr. Markus Fuhrmann und Christian Rappl erinnerten dabei an die verstorbenen Mitglieder und Wegbegleiter, die den Verein über die Jahrzehnte mitgeprägt und getragen haben. Ein Jubiläum sei nicht nur Anlass zum Feiern, sondern auch ein Moment des Gedenkens, betonte Fuhrmann. Man denke an Menschen zurück, die den Verein auf ganz unterschiedliche Weise geprägt hätten – stets verbunden mit der Idee von Kameradschaft und Geselligkeit.

Von der „Schnapsidee“ zum festen Bestandteil des Dorflebens

Wie aus einer einfachen Idee eine 60-jährige Erfolgsgeschichte werden konnte, wurde beim Blick auf die Vereinsgründung deutlich. Am 3. September 1966 fassten einige Ponholzer im Biergarten des Gasthauses „Alte Post“ den Entschluss, einen Verein zu gründen. Erster Vorstand wurde Richard Ostler. Innerhalb von nur vier Wochen ließen sich 31 Personen für die Idee begeistern und trugen sich in die Gründungsurkunde ein.

„Wahrscheinlich hätten die Gründer selbst nicht geglaubt, was daraus einmal werden würde“, sagte Vorsitzender Dr. Markus Fuhrmann in seiner Festrede. Aus der damaligen „Schnapsidee“ sei ein Verein entstanden, der seit sechs Jahrzehnten das Dorfleben bereichere, Verantwortung übernehme und immer wieder eigene Ideen entwickle.

Das Ziel der Gründung war klar: Geselligkeit und Kameradschaft sollten gefördert, die Gemeinschaft gestärkt werden. Heute zählt die Tischgesellschaft rund 50 Mitglieder und präsentiert sich damit weiterhin als lebendiger und aktiver Verein.

Immergrün packt an

Dass die Tischgesellschaft weit mehr als eine gesellige Runde ist, zeigte ein Blick auf die vergangenen Jahrzehnte. Die Mitglieder engagierten sich immer wieder für ihren Heimatort. Dazu gehörten unter anderem der Bau des ersten Kinderspielplatzes, die Nikolausbesuche für Kinder sowie die Initialidee für den Seniorennachmittag, der inzwischen seit mehr als 50 Jahren besteht. Auch bei der Entwicklung des neuen Dorfhauses packten die Mitglieder tatkräftig mit an.

„Ein Dorf lebt nicht allein von Häusern, Straßen und Infrastruktur. Ein Dorf lebt von den Menschen, die sich treffen, miteinander feiern, sich gegenseitig helfen und Verantwortung übernehmen“, betonte Schirmherr und Zweiter Bürgermeister Matthias Meier. Genau das lebe die Tischgesellschaft Immergrün seit 60 Jahren. Sie sei aus dem Ortsleben von Ponholz nicht mehr wegzudenken und stehe für Zusammenhalt, Engagement und die Fähigkeit, aus einer einfachen Idee etwas Dauerhaftes zu machen.

Meier hob zudem das langjährige Engagement von Vorsitzendem Dr. Markus Fuhrmann hervor, der seit zehn Jahren an der Spitze der Tischgesellschaft steht. Sein Dank galt ebenso der gesamten Vorstandschaft, den Mitgliedern sowie allen Helferinnen und Helfern, die den Verein über Jahrzehnte hinweg mit Leben erfüllen.

Auch die gemeinsamen Vereinsausflüge mit den Familien gehören längst zur Tradition. Sie sorgen für gemeinsame Erlebnisse, schaffen Erinnerungen und stärken die Freundschaften innerhalb der Tischgesellschaft.

Gelebte Gemeinschaft über Generationen hinweg

Beim Jubiläumsfest wurde deutlich, dass Gemeinschaft nicht selbstverständlich ist, sondern vom Engagement der Menschen lebt. Auch Pfarrer Dr. Varghese Chiraparamban griff diesen Gedanken beim Festgottesdienst auf. Gemeinschaft bedeute nicht, immer einer Meinung zu sein. Vielmehr komme es darauf an, trotz unterschiedlicher Ansichten zusammenzubleiben und weiterhin gemeinsam an einem Tisch zu sitzen. Der Mensch solle nicht allein sein – deshalb sei Gemeinschaft so wichtig.

Nach den Grußworten wurden langjährige Mitglieder ausgezeichnet. Für 30 Jahre Mitgliedschaft wurde Werner Siemeth geehrt. Eine besondere Auszeichnung erhielten die beiden Gründungsmitglieder Georg Schlauderer und Erwin Humbs, die der Tischgesellschaft seit mittlerweile 60 Jahren die Treue halten.

Der Festsonntag begann mit einem Kirchenzug und einem Festgottesdienst, der aufgrund der Witterung im Festzelt stattfand. Anschließend sorgte die Blaskapelle Maxhütte Leonberg für musikalische Unterhaltung. Beim gemeinsamen Frühschoppen mit Weißwurstessen klang das Jubiläumswochenende in geselliger Runde aus.

60 Jahre Immergrün – das sind vor allem 60 Jahre Menschen, Begegnungen, Freundschaften und gemeinsame Erinnerungen. Und mit rund 50 Mitgliedern ist die Tischgesellschaft bestens aufgestellt, um auch künftig das gesellschaftliche Leben in Ponholz aktiv mitzugestalten.

17.09.2026 
Quelle: Antia Alt