Kolpingsfamilie Leonberg feierte 100-jähriges Jubiläum

Unter dem Motto „Miteinander. Füreinander. Weiter!“ feierte die Kolpingsfamilie Leonberg Mitte Juli ihr 100-jähriges Vereinsbestehen.

Der Festtag startete mit einem Kirchenzug vom Schlossplatz zur Kirche St. Leonhard, wo anlässlich des Jubiläums ein Festgottesdienst, zelebriert von Diözesanpräses Karl-Dieter Schmidt, stattfand. In seiner Predigt würdigte er, dass man in der Kolpingsfamilie füreinander da sei und für andere eintrete. Jeder könne zu Kolping kommen.

„Einen Ort zu finden, an dem sich alle gegenseitig unterstützen, voneinander lernen und gemeinsam in christlicher Gesinnung wachsen können“, genau das war laut Vorsitzendem Johann Nuber die Vision, welche die Gründer vor 100 Jahren hatten. Der Vorsitzende warf im Laufe des Gottesdiensts einen Blick zurück in die Geschichte des Vereins: wie die Mitglieder in Zeiten des Nationalsozialismus ihrem Verbot getrotzt haben und auf die gute Jugendarbeit mit bis zu 20 Gruppenleitern in den 90er Jahren. Man sei stolz darauf, heute noch immer einer der größeren Vereine im Diözesanverband zu sein und zum kirchlichen und geselligen Leben in Leonberg unter anderem durch Theateraufführungen, Gottesdienste oder das Johannifeuer beizutragen.

Die musikalische Begleitung des Festgottesdienstes übernahm die Kolpingsfamilie selbst – schließlich ist der Chor „Heaven's Voice“ aus dieser Gruppe hervorgegangen. Besonders beeindruckend war eines der Lieder, das unter dem Motto der Jubiläumsfeier „Miteinander, Füreinander, Weiter!“ entstand. Susanne Stiegler und Katharina Nuber hatten es eigens für die Kolpingsfamilie Leonberg geschrieben.

Mit einem Festzug angeführt von den Bacherl Musikanten ging es nach dem Gottesdienst weiter ins Sankt Clemenshaus.

Vor dem Frühschoppen hatten die Ehrengäste das Wort. Zu diesen gehörten neben dem Diözesanpräses Schmidt der Bezirkspräses Werner Müller, Kathrin Zellner vom Bundesverband Kolping, Erster Bürgermeister Rudolf Seidl sowie Pfarrer Hans-Peter Greimel als Präses vor Ort.

„100 Jahre – das ist weit mehr als nur eine Zahl. Es ist ein ganzes Jahrhundert gelebter Gemeinschaft, gelebten Glaubens, gelebter Verantwortung. Es sind unzählige Stunden des Miteinanders, des Füreinanders und immer wieder auch des Weitermachens – getragen von Menschen, die füreinander da sind“, begann Stadtoberhaupt Seidl seine Rede. Für ihn stehe außer Frage, dass die Kolpingsfamilie für Leonberg und für die Stadt Maxhütte-Haidhof ein Schatz ist und zur Seele des Ortes Leonberg gehört.

Am Nachmittag übernahm die Leonberger Bierfilzlmuse die musikalische Unterhaltung.

Für die Besucher des Festes hatte sich die Kolpingsfamilie einiges einfallen lassen: Vom Kinderschminken und Basteln bis zur Hüpfburg war für jeden etwas dabei. Eine besondere Überraschung war das von der Kolpingjugend aufgeführte Theaterstück und ein Zauberer, der am Nachmittag vorbeischaute.

Eine Bildergalerie mit Fotos der vergangenen 100 Jahre bot den Besuchern tiefe Einblicke in die Vereinsgeschichte und in zahlreiche frühere Aktionen der Kolpingsfamilie und ermöglichte es den Mitgliedern, in Erinnerungen zu schwelgen.

21.07.2025 
Quelle: Stadt Maxhütte-Haidhof