Maximilian-Grundschule: Stadtführung für Kinder durch Maxhüttes Geschichte
Um ihre Stadt und ihre Geschichte besser kennen zu lernen, führte Oskar Duschinger, Rektor der Maximilian-Grundschule und Autor des Buches „Maxhütte – Geschichte eines Werkes und einer Stadt“ die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3e mit ihrer Klassenleiterin Susanne Jocham durch zentrale Teile von Maxhütte-Haidhof.
Der Maxhütte-Kenner widmete sich bei seinem Rundgang durch die traditionsreiche Industriestadt Maxhütte-Haidhof den noch sichtbaren Spuren. Während ihres Weges, der sie vom Neuwirtshaus hinunter zum ehemaligen Eisenwerk, den Besinnungsweg entlang bis zu den ehemaligen Bergwerksstollen führte, zeigte er die Geschichte der Stadt auf und erzählte so manch erstaunliche Geschichte. Ein unterhaltsamer Spaziergang auf den Spuren der Maxhütter Geschichte.
So erfuhren die Schülerinnen und Schüler, dass auch die Maximilian-Grundschule Maxhütte-Haidhof den Namen seines berühmten Förderers trägt: König Maximilian von Bayern. Im Mittelpunkt der Spurensuche stand das Maxhütter Rathaus, das seit seiner Entstehung über einen auffälligen Turm mit einer großen Uhr verfügt, unter der geschrieben steht: „Wille schafft Werke.“ Ein bezeichnender Satz für Geist und Haltung jener aufstrebenden Gemeinde, gleichzeitig ein Wahlspruch, der das Handeln der Maxhütter Politik über die Jahrzehnte prägte. Beim Blick über die Werksmauer erhielten die Maxhütter Grundschüler einen Eindruck von der Größe des einstigen Eisenwerkes, das ursprünglich gebaut wurde, um Eisenbahnschienen zu produzieren. Duschinger erzählte, dass auch sein Vater wie viele andere Väter aus dem Städtedreieck im Maschinenbetrieb des Eisenwerkes „Maxhütte“ mit 14 Jahren als Betriebsschlosser-Lehrling für 25 Reichsmark im Monat angefangen habe - bei 10 Stunden am Tag. Bei den Tennisplätzen des TC Maxhütte konnten die Kinder eine alte Lore in Augenschein nehmen, mit der die Braunkohle ins Eisenwerk transportiert wurde, um dort die Hochöfen zu füttern, in denen flüssiges Roheisen erzeugt wurde. Abgebaut wurde die Kohle, so erklärte Duschinger, 20-30 Meter unter der Erde in unzähligen Stollen, die heute noch die Stadt Maxhütte durchziehen, aber längst nicht mehr zugänglich sind. Mit dem Hinweis, dass es der Sage nach die Buben Sperl und Gruber waren, die die Kohle in Maxhütte entdeckten, endete die Führung für die interessierten Maxhütter Drittklässler und setzte sich mit einem Besuch der Eisdiele fort, wo einst der Konsum einen günstigen Einkauf ermöglichte.
Quelle: Oskar Duschinger
