Maximilian-Grundschule feierte 20-Jähriges

Ein großes Fest stand der Maximilian-Grundschule Mitte Juli ins Haus: Sie wurde 20 Jahre alt. Zwar gab es früher in Rappenbügl, Leonberg und Pirkensee schon Schulen, aber die zentrale Grundschule im Ortskern wurde tatsächlich erst im Jahr 2005 erbaut.

Nach einer kurzen Begrüßung der Gäste durch Rektor Oskar Duschinger blickte Erster Bürgermeister Rudolf Seidl in seiner Festrede auf eben diese Entstehungsgeschichte der Schule zurück: „Begonnen hat alles 1993 mit der Generalsanierung der damaligen Hauptschule, die eine vorübergehende Auslagerung in das Grundschulgebäude nach Pirkensee erforderlich machte. Für die Grundschüler wurde das alte Schulhaus in Rappenbügl wieder aktiviert. Aus einer Übergangslösung wurde eine Diskussion, aus einer Diskussion wurde ein Plan – und am Ende stand der große Wurf: Ein Neubau mit optimalen Lernbedingungen für unsere Kinder.“

Die Bürgerinnen und Bürger aus Rappenbügl, Leonberg und Pirkensee waren darüber natürlich nicht erfreut und wollten „ihre“ Schulen behalten. So wurde aus der Idee, aus mehreren Grundschulen eine einzige große zu machen, ein umstrittenes politisches Vorhaben der Stadt.

Es brauchte letztlich sogar einen Bürgerentscheid - den ersten in der Stadtgeschichte Maxhütte-Haidhofs – bis das Vorhaben, zu dem auch der Bau der heutigen Stadthalle zählte, umgesetzt werden konnte. Dazu hatte auch ein wenig Zwang „von oben“ beigetragen, denn Fördermittel für die Baumaßnahmen wurden nur für den Fall in Aussicht gestellt, dass ein zentrales Gebäude errichtet wird.

So kam es, dass am 11. Mai 2004 der Spatenstich erfolgte. „Und nur eineinhalb Jahre später, am 1. Oktober 2005, durften wir unsere neue Schule und die Stadthalle feierlich einweihen“, so das Stadtoberhaupt. Es sei ein Neubau mit optimalen Lernbedingungen für Kinder entstanden, ein Ort für Bildung und Gemeinschaft, mit 21 Klassen, rund 510 Kindern und einem engagierten Kollegium von 50 Lehrerinnen und Lehrern.

Die Entscheidung, die drei Schulstandorte Rappenbügl, Leonberg und Pirkensee aufzugeben „und alle Grundschülerinnen und Grundschüler unter einem Dach zu vereinen, war ein tiefgreifender Einschnitt – und dennoch der richtige Schritt in die Zukunft“, resümierte der Bürgermeister.

Auch die Stadthalle nebenan sei heute nicht mehr wegzudenken: als Sportstätte, als Kulturzentrum, als Treffpunkt für Vereine und als Bühne für das Leben in Maxhütte-Haidhof.

Am 4. Juli 2008 erhielt die Schule ihren offiziellen Namen „Maximilian-Grundschule“. Er unterstreicht die enge Verbindung zwischen der Stadtgeschichte und der Bildung. Im Jahr 1853 gab König Maximilian II. der Eisenwerkgesellschaft Maximilianshütte seinen Namen.

Das Werk bildete sozusagen die Grundlage für die Entstehung der Stadt Maxhütte-Haidhof. Damit lebe, so Seidl, auch die Herkunft der Stadt in diesem Namen weiter.

In seiner Rede warf der Bürgermeister auch einen Blick in die Zukunft der Schule. Seidl sprach dabei die geplante Erweiterung der Schule an und betonte, dass ein „ganzheitliches Konzept“ für die Nachmittagsbetreuung und die offene Ganztagesschule entwickelt wird.

Nach dem offiziellen Teil läuteten Schulleiter Oskar Duschinger und Moderator Matthias Huber das fröhliche Fest ein, das anschließend in vollem Gange war. Auf der Bühne wurde drei Stunden lang ein abwechslungsreiches Programm geboten, gestaltet von den Klassen, ergänzt durch ein Rahmenprogramm mit Ständen und Aktionen. Es gab einen Lebendkicker, einen Fußballparcours, Eis und erfrischende Getränke – alles, was man brauchte, um die Stunden kurzweilig und bestens versorgt zu genießen. Besonders viel Applaus gab es bei den Auftritten: Vom Jubiläumslied über Akrobatik bis hin zum Tanz „Sommer, Sonne und gute Laune“ – die Lehrkräfte hatten sich einiges einfallen lassen und hatten fleißig mit ihren Schülerinnen und Schülern geprobt, um das Jubiläumsfest rundum gelingen zu lassen.

17.07.2025 
Quelle: Rebecca Federer