Neue Pfarreiengemeinschaft startet mit Zuversicht
Erster gemeinsamer Gottesdienst von Leonberg, Maxhütte, Rappenbügl und Pirkensee – Zeichen der Verbundenheit standen im Mittelpunkt
Bei strahlendem Sonnenschein haben die Gläubigen aus Leonberg, Maxhütte, Rappenbügl und Pirkensee am Sonntag den Beginn ihrer neuen Pfarreiengemeinschaft gefeiert. Der erste gemeinsame Gottesdienst sollte dabei vor allem eines vermitteln: Die vier bisherigen Pfarreien wollen künftig stärker zusammenwachsen und ihren weiteren Weg gemeinsam gestalten.
Das Motto „Gemeinsam auf dem Weg“ prägte die Feier und war auch in den verschiedenen Elementen des Gottesdienstes sichtbar. Bereits der Einzug machte die neue Verbundenheit deutlich. Vertreter von Vereinen aus den vier Ortsteilen zogen teilweise mit ihren Fahnen in die Kirche ein.
Eine besondere Symbolik hatten die Beiträge der einzelnen Pfarreien. Aus Leonberg wurde ein Stein zum Altar gebracht, der für das gemeinsame Aufbauen und Gestalten stehen sollte. Maxhütte steuerte eine Kerze bei – als Zeichen für das Licht des gemeinsamen Glaubens. Aus Rappenbügl kam Brot, das die Gemeinschaft und das Teilen symbolisierte. Den Abschluss bildete ein Wegweiser aus Pirkensee, der sinnbildlich für den gemeinsamen weiteren Weg stand.
Auch musikalisch wurde die Verbindung der vier Pfarreien sichtbar. Andreas Fischer hatte einen gemeinsamen Chor zusammengestellt, in dem Sängerinnen und Sänger aus allen vier Gemeinden mitwirkten.
Inhaltlich orientierte sich die Feier am Ersten Korintherbrief des Apostels Paulus. Das dort beschriebene Bild der Gemeinschaft bildete den geistlichen Rahmen für die Predigt. Stadtpfarrer Dr. Varghese Chiraparamban griff diesen Gedanken auf und machte deutlich, dass die Menschen aus den vier Pfarreien nun einen gemeinsamen Weg beginnen.
Auch die Zukunft der bestehenden Kirchengebäude wurde angesprochen. Zwei Kirchen – die Leonberger Pfarrkirche und die alte Pfarrkirche beziehungsweise Friedhofskirche in Maxhütte – stehen unter Denkmalschutz. Damit verbunden ist immer wieder die Frage nach ihrer künftigen Nutzung. Der Stadtpfarrer stellte jedoch klar, welchen Stellenwert die Gotteshäuser für die Gemeinden besitzen. Sie seien für ihn sichtbare Zeugnisse der Opferbereitschaft früherer Generationen und damit weit mehr als reine Gebäude.
Erster Bürgermeister Rudolf Seidl richtete während des Startgottesdienstes ebenfalls einige Worte an die Gläubigen. Er warb um Geduld für den begonnenen Veränderungsprozess und zeigte sich gleichzeitig optimistisch: „Neues braucht manchmal etwas Zeit, bis es vertraut wird. Aber ich bin überzeugt: Wenn wir alle diesen Weg gemeinsam gehen, kann daraus etwas Gutes und Verbindendes entstehen.“
Quelle: Rebecca Federer
