Warnung vor extremer Hitze am Wochenende - was kann ich tun?

Der Deutsche Wetterdienst warnt am Wochenende vor extremer Hitze mit Temperaturen bis zu 38°.

Extreme Hitzebelastung kann für den menschlichen Körper gefährlich werden und zu gesundheitlichen Problemen führen. Betroffen sind oft Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Herz-Kreislauf- sowie Atemerkrankungen. 

Vorbereitung:

Es ist wichtig, sich auf große Hitzetage vorzubereiten: Nach Möglichkeit sollte die Hitze/Sonne vermieden werden, Wohnung kühl halten und ausreichend Wasser getrunken werden. Wasserflaschen als Vorrat vorhalten. Kopfbedeckung im Freien aufsetzen. Körper zwischendurch immer wieder abkühlen.

Erste Hilfe:

-Betroffene Personen umgehend an einen kühlen, schattigen Ort bringen

-Den Kopf etwas erhöht lagern, ebenso die Beine leicht erhöhen

-Zimmerwarme Flüssigkeit zuführen

-Betroffene nicht allein lassen und beobachten

Bei Unsicherheit den Patienten in die Notaufnahme bringen oder den Notruf unter 112 absetzen

Bei Kreislaufproblemen: Sie entstehen besonders, wenn zu wenig getrunken wurde oder man sich zu lange in der direkten Sonne aufgehalten hat. Bei leichten Kreislaufproblemen sollte der Betroffene aus der Sonne an einen kühlen Ort gebracht und zimmerwarme Flüssigkeit zugeführt werden. Droht eine Ohnmacht, sollte derjenige in die Rückenlage mit hochgelegten Füßen gelegt werden. Auch hier auf jeden Fall Flüssigkeit, idealerweise zimmerwarmes Wasser, trinken lassen.

Bei Sonnenstich (Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Nackenschmerzen, hochroter, heißer Kopf, kühle Haut) gelten ebenso die oben beschriebenen Hilfsmaßnahmen. Achtung: Ein schwerer Sonnenstich kann sich mit der Zeit zu einem Hitzeschlag entwickeln.

Ein Hitzschlag (das Regulierungssystem des Körpers fällt aus, die Schweißproduktion ist gestört, die Körpertemperatur steigt auf 40° an, Verwirrtheit, Bewusstseinsstörung, Hecheln, Muskelkrämpfe, beschleunigter Puls) ist lebensbedrohlich. Die Symptome können auch zeitversetzt später auftreten. Hier bitte sofort den Notruf unter 112 absetzen. Die Kleidung soll man zumindest aufknöpfen oder wenn möglich ausziehen, um weitere Überhitzung zu vermeiden. Man kann ein feuchtes, kühles (nicht eiskalt) Tuch in den Nacken legen. Falls nötig, bewusstlose Patienten in die stabile Seitenlage bringen und falls die Atmung aussetzt mit der Wiederbelebung beginnen bis der Notarzt weitere Hilfe leistet.

Auf jeden Fall beim Betroffenen bleiben, bis der Notarzt eintrifft.

26.06.2026